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Update 13.10 / neue Verkehrsführung geplant

Wenner Stieg in Eslohe: Tempo 70 außerhalb der Schulzeiten sorgt weiter für Diskussionen

12. Oktober 2026

UPDATE vom 13. Oktober 2026: Überholen am Wenner Stieg künftig nicht mehr erlaubt – Verkehrsführung wird grundlegend geändert!

Jetzt liegen weitere Einzelheiten zu den geplanten Veränderungen am Wenner Stieg vor. Wie die Westfalenpost am Dienstag, 13. Oktober, berichtet, wird die Verkehrsführung auf der B55 zwischen Bremke und Eslohe deutlich umfassender verändert als zunächst angenommen. Die bisherige Überholmöglichkeit aus Richtung Bremke soll vollständig entfallen.

Zwei Fahrspuren bleiben – aber mit völlig neuer Regelung

Die zweispurige Fahrbahn in Richtung Eslohe bleibt zwar grundsätzlich erhalten, künftig wird ihre Nutzung jedoch neu geregelt. Autofahrer aus Richtung Bremke müssen auf der rechten Fahrspur bleiben. Eine durchgezogene Linie soll verhindern, dass sie zum Überholen auf die linke Spur wechseln.

Die linke Fahrspur ist künftig ausschließlich für Fahrzeuge vorgesehen, die aus Richtung Wenholthausen nach links auf die B55 in Richtung Eslohe abbiegen. Erst dort, wo die Fahrbahnmarkierung wieder unterbrochen ist, dürfen diese Fahrzeuge auf die rechte Spur wechseln.

Damit wird aus der bisherigen Überholmöglichkeit eine getrennte Verkehrsführung, die insbesondere gefährliche Überholmanöver im Bereich der Kuppe verhindern soll.

Gemeinde, Polizei und Straßen.NRW haben erneut beraten

Wie Eslohes Bürgermeister Peter Hönninger gegenüber der Westfalenpost erklärte, fand zuvor ein weiterer Ortstermin mit Polizei, Straßenverkehrsbehörde und Straßen.NRW statt. Auch mit Bewohnern des Bereichs Wennerwald hatte die Gemeinde erneut gesprochen.

Nach diesen Gesprächen wurde die ursprüngliche Planung überarbeitet. Die verkehrsrechtliche Anordnung für die neue Fahrbahnmarkierung liegt inzwischen vor.

Nach Angaben von Straßen.NRW-Pressesprecher Oscar Santos sollen die Markierungsarbeiten möglichst noch vor dem Winter umgesetzt werden. Entscheidend sind dabei auch die Witterungsverhältnisse, da die Arbeiten vor dem ersten Streusalzeinsatz abgeschlossen sein müssen. Ein konkreter Termin steht noch nicht fest.

Tempo 70 bleibt – und eine neue Frage stellt sich

An der umstrittenen Geschwindigkeitsregelung ändert sich dagegen nichts: Werktags zwischen 6 und 15 Uhr bleibt es im Bereich der Kuppe bei Tempo 50. Außerhalb dieser Zeiten sollen 70 km/h gelten.

Mit der neuen Fahrbahnmarkierung reagieren die Verantwortlichen auf einen wesentlichen Kritikpunkt der Anwohner. Doch auch die geänderte Verkehrsführung muss für sämtliche Verkehrsteilnehmer frühzeitig und eindeutig erkennbar sein.

Insbesondere stellt sich die Frage, ob Autofahrer, die seit Jahren an die bisherige Überholmöglichkeit gewöhnt sind, die neue Markierung rechtzeitig wahrnehmen und beachten werden. Entscheidend dürfte deshalb sein, wie deutlich die geänderte Spurführung kenntlich gemacht wird.

Ob die neue Regelung tatsächlich zu mehr Sicherheit führt, wird sich erst nach ihrer Umsetzung zeigen. Die jahrelange Diskussion um den Wenner Stieg erhält damit jedenfalls ein weiteres Kapitel.

Quelle: Westfalenpost vom 13. Oktober 2026 – „Wenner Stieg in Eslohe: Diese massive Änderung kommt zusätzlich zum Tempolimit“ (Frank selter)


Seit Jahren sorgt die Verkehrssituation am Wenner Stieg zwischen Eslohe und Bremke für Diskussionen. Anwohner warnen vor Gefahren, Behörden beschäftigen sich immer wieder mit der Verkehrsführung, und zuletzt haben 453 Menschen mit einer Petition gegen eine Anhebung der Geschwindigkeit protestiert. Nun gibt es neue Informationen: Tempo 50 soll nur noch während der Schulzeiten gelten. Dafür soll die Überholspur deutlich früher enden. Doch sind damit wirklich alle Sicherheitsbedenken ausgeräumt?

CDU-Ortsverband Eslohe informiert auf ihrem offiziellen Social Media Account von Instagram über neue Anordnungen 


Am Montag, 12. Oktober 2026, hat der CDU-Ortsverband Eslohe auf seiner "Instagram Seite über die neuesten Entwicklungen am Wenner Stieg informiert.
Demnach haben der Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen (Straßen.NRW), das Straßenverkehrsamt und die Polizei die Verkehrssituation auf der B55 erneut bewertet. Das Ergebnis: Die bisherige Geschwindigkeitsbegrenzung auf 50 km/h soll künftig nur noch an Werktagen während der Schulzeiten zwischen 6 und 15 Uhr gelten. Außerhalb dieser Zeiten sind 70 km/h vorgesehen. In seiner Mitteilung bedauert der CDU-Ortsverband, dass es trotz der erneuten Bewertung bei dieser Entscheidung bleibt.

Eine zusätzliche Maßnahme soll allerdings die Verkehrssicherheit verbessern. Die Überholspur aus Richtung Bremke soll künftig deutlich früher enden, etwa auf Höhe der Einfahrt zu einem Wirtschaftsweg. Damit sollen Überholmanöver unmittelbar im Bereich der unübersichtlichen Kuppe verhindert werden.

Eine Diskussion, die bereits 2019 für Schlagzeilen sorgte

Neu ist die Auseinandersetzung um die Geschwindigkeitsbegrenzung keineswegs. Bereits 2019 beschäftigte die Verkehrsführung am Wenner Stieg die zuständigen Behörden.Damals berichtete die Westfalenpost mehrfach über unterschiedliche Einschätzungen und Entscheidungen zur Geschwindigkeitsbegrenzung. Zwischenzeitlich war sogar von einem regelrechten Behördenstreit die Rede. Hinzu kommt, dass es an diesem Straßenabschnitt in der Vergangenheit schwere Verkehrsunfälle gegeben hat. So wurden im Februar 2019 bei einem Frontalzusammenstoß auf der B55 am Abzweig Wenholthausen drei Menschen schwer verletzt. Nach damaligen Polizeiangaben war der Unfallverursacher alkoholisiert. Ein unmittelbarer Zusammenhang mit der heute diskutierten Geschwindigkeitsregelung lässt sich daraus allerdings nicht ableiten.

453 Unterschriften gegen Tempo 70

Als im Frühjahr 2026 erneut bekannt wurde, dass die Geschwindigkeitsbegrenzung verändert werden sollte, regte sich Widerstand. Die Esloherin Lena Fehling startete am 15. Juni 2026 eine öffentliche Onlinepetition mit dem Ziel, die geplante Änderung von Tempo 50 auf Tempo 70 zu verhindern. Insgesamt kamen 453 Unterschriften zusammen. In der Begründung der Petition werden zahlreiche Gefahrenpunkte aufgeführt. Besonders im Mittelpunkt stehen die Bushaltestelle, die Querungsmöglichkeiten für Schulkinder, der Anschluss an den Radweg sowie die unübersichtliche Streckenführung. Auch Wanderer, Spaziergänger, Radfahrer und landwirtschaftliche Fahrzeuge nutzen diesen Bereich regelmäßig.

Die Initiatoren weisen zudem auf die Verkehrsinsel hin, deren Beschilderung nach ihren Angaben in der Vergangenheit mehrfach beschädigt wurde. Auch die zweispurige Verkehrsführung aus Richtung Bremke und die damit verbundenen Überholmanöver werden ausdrücklich kritisiert. Die Forderung der Unterstützer war eindeutig: Tempo 50 sollte dauerhaft erhalten bleiben beziehungsweise die Sicherheit durch weitere Maßnahmen verbessert werden.

Lebhafte Diskussionen – nicht jedes Argument ist nachvollziehbar

Die geplante Änderung der Geschwindigkeitsbegrenzung sorgte auch im Internet für lebhafte Diskussionen. Dabei trafen unterschiedliche Meinungen aufeinander. Besonders auf der Petitionsplattform openPetition schilderten zahlreiche Menschen ihre persönlichen Erfahrungen mit der Verkehrssituation am Wenner Stieg. Berichtet wurde unter anderem von riskanten Überholmanövern, überhöhten Geschwindigkeiten und gefährlichen Situationen beim Überqueren der Bundesstraße. In den Kommentaren überwiegen die Stimmen, die sich für eine Beibehaltung von Tempo 50 aussprechen. Gleichzeitig entwickelte sich rund um die geplante Änderung eine lebhafte Pro-und-Contra-Debatte.

Einige der vorgebrachten Gegenargumente zur dauerhaften Geschwindigkeitsbegrenzung dürften angesichts der geschilderten Gefahren allerdings nicht für jeden nachvollziehbar sein. Denn unabhängig von der persönlichen Meinung zu Tempo 50 oder Tempo 70 sollte die Sicherheit sämtlicher Verkehrsteilnehmer im Mittelpunkt stehen. Wie unterschiedlich die Situation wahrgenommen wird und wie emotional das Thema die Menschen beschäftigt, zeigen die zahlreichen öffentlichen Kommentare. Die Diskussion kann hier nachgelesen werden:

Zur öffentlichen Diskussion auf openPetition

Neue Überholregelung greift einen Kritikpunkt auf

Mit der nun angekündigten Verkürzung der Überholspur wird zumindest einer der in der Petition angesprochenen Kritikpunkte aufgegriffen. Gerade die Möglichkeit, aus Richtung Bremke noch in der Nähe der Kuppe zu überholen, hatte bei den Gegnern der Tempoerhöhung für erhebliche Bedenken gesorgt. Durch das frühere Ende der Überholspur soll diese Situation entschärft werden. Allerdings bleibt die grundsätzliche Frage nach der Geschwindigkeit bestehen. Denn die Straße wird nicht ausschließlich während der Schulzeiten von Fußgängern und Radfahrern gequert. Auch Spaziergänger, Wanderer und andere Verkehrsteilnehmer sind außerhalb der vorgesehenen Tempo-50-Zeiten unterwegs.

Warum Tempo 70? Eine öffentliche Begründung fehlt bislang

Welche konkreten Erkenntnisse letztlich zur Entscheidung geführt haben, lässt sich aus der Mitteilung des CDU-Ortsverbandes nicht entnehmen. Eine ausführliche aktuelle öffentliche Stellungnahme von Straßen.NRW oder dem Straßenverkehrsamt des Hochsauerlandkreises, in der die Gründe für die zeitlich begrenzte Tempo-50-Regelung erläutert werden, liegt unserer Redaktion bislang nicht vor. Offen bleibt damit insbesondere, auf welcher Grundlage die zuständigen Stellen Tempo 70 außerhalb der Schulzeiten für vertretbar halten und inwieweit die Einwände aus der Bevölkerung sowie die 453 Unterschriften in die erneute Bewertung eingeflossen sind. Ebenso ist bislang nicht bekannt, wann die Änderungen an der Überholspur tatsächlich umgesetzt werden sollen.

Ein Kompromiss – aber ist die Diskussion damit beendet?

Nach Jahren der Diskussion gibt es nun zumindest eine konkrete Perspektive für die Verkehrsführung am Wenner Stieg. Während der Schulzeiten soll die Geschwindigkeit auf 50 km/h begrenzt bleiben. Außerhalb dieser Zeiten sind 70 km/h vorgesehen. Gleichzeitig soll die Verkürzung der Überholspur einen besonders kritisch betrachteten Bereich entschärfen. Ob diese Kombination aus zeitlich begrenztem Tempolimit und veränderter Spurführung die Bedenken der Anwohner und der Petitionsunterstützer ausräumen kann, bleibt abzuwarten. Fest steht: Die Diskussion um die Verkehrssicherheit am Wenner Stieg beschäftigt Eslohe seit vielen Jahren. Und auch mit der nun angekündigten Entscheidung dürfte das Thema für viele Menschen noch nicht abgeschlossen sein.

Denn am Ende bleibt eine entscheidende Frage: Warum soll eine Strecke, die während der Schulzeiten aus Sicherheitsgründen auf 50 km/h begrenzt wird, außerhalb dieser Zeiten mit 70 km/h befahren werden dürfen, obwohl viele der angesprochenen Gefahrenpunkte weiterhin bestehen?



Quellen: Mitteilung des CDU-Ortsverbandes Eslohe vom 12. Oktober 2026, Onlinepetition „Geplante Tempo-Änderung von 50 auf 70 am Wenner Stieg in Eslohe stoppen“, öffentliche Kommentare zur Petition sowie frühere Berichterstattung der Westfalenpost. Instagram Kanal der CDU Eslohe 10/26



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Gemeinde Eslohe
Schultheißstraße 2
59889 Eslohe
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